Flora & Fauna
Die Wutachschlucht hat ein eigenes Logo. Es stellt die Wasseramsel dar. Das Erkennungszeichen ist für die rund 50 ehrenamtlichen Helfer bestimmt, die in der Schlucht Streife laufen und soll dazu beitragen, die Ehrenamtlichen als Naturschutzwarte zu erkennen, so wie der Naturschutzwart der Wutachschlucht Martin Schwenninger.
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Wasseramsel |
Wasseramsel (Cinclus cinclus). Kennzeichen: dunkelbraunes Gefieder mit weißer Brust; kennzeichnendes Knicksen und Eintauchen des Kopfes; beide Geschlechter gleich. Sie sind in der Lage, bis zu 40 Sekunden unter Wasser zu tauchen. Brut: Fast immer auf einem Vorsprung oder in einer Spalte in Wassernähe, oft unter einer Brücke oder unter einem Wasserfall bauen beide Partner meist aus Moos große, kugelförmige Nester mit einem seitlichen Einschlupf. Ab März bis Anfang Mai legt das Weibchen 4 bis 5 Eier und brütet sie in etwa 17 Tagen aus. Die von beiden Eltern gefütterten Nestlinge sind nach etwa 23 Tagen flügge. Nahrung: Wasserkäfer, Wasserwanzen, wasserbewohnende Larven von Käferfliegen, Libellen, Eintagsfliegen und anderen Insekten, ebenso Würmer und Bachflohkrebse, gelegentlich Elritzen und andere kleine Fische. |
Die Wutachschlucht ist ein Paradies für zahlreiche Tierarten. Hier leben Zaunkönige und Goldhähnchen, Kleiber und Baumläufer, Bunt - und Schwarzspechte sowie Wasseramseln, die mit ihren kurzen Flügeln sogar unter Wasser rudern können. Der äußerst selten gewordene Eisvogel ist hier ebenso anzutreffen wie der Berglaubsänger, eine Vogelart, die eigentlich im Mittelmeerraum zu Hause ist. Haselhuhn und Auerhahn haben hier ihr Revier, aber auch Bussard und Wanderfalke, Sperber und Gabelweihe oder Roter und Schwarzer Milan. Der Graureiher ist hier auf Fischfang aus. Forellen, Äschen und Elritzen sind "typische Wutachfische". Dann sind aber auch noch Nattern, Schmetterlinge, Käfer und viele Insektenarten anzutreffen.
Das Wildflusstal ist aber auch Heimat einer reichhaltigen Pflanzenwelt. Wo sonst findet man so viele Arten wildwachsender Blumen und Gehölze: Seidelbast, Silberblatt, Nelkengewächse, Waldmeister, Thymian, Bärwuchs und Haselwurz. Sogar Orchideen sind vertreten wie der seltene Frauenschuh. Sie können vom Frühjahr bis zum Spätherbst die Wutachschlucht in ihrer Einzigartigkeit und immer wieder in einem anderen Erscheinungsbild erleben